Montag, 29. August 2011

Samstag, 27. August 2011

Freitag, 26. August 2011

Tschüß, Bayernland


Meinen ersten Kontakt mit der Biermösl Blosn hatte ich in der Schule. Unser Erdkundelehrer hat ihre Lieder benutzt, um uns den (so würde man wohl hochgestochen sagen) sozialgeographischen Wandel nahe zu bringen.

Ich hatte die ersten Platten damals noch in schlechter Kopie auf Casette, inzwischen hab ich CDs und Liederbücher.

Schade, daß sie aufhören, schön, daß sie einzeln weitermachen. Ich bin gespannt, was noch kommt.

Mittwoch, 24. August 2011

Stichtag . . .


Satire ist eine Waffe, die sich gegen die Macht richtet. In einer funktionierenden Demokratie aber liegt die beim Volke. Wenn wir annehmen, daß wir in einer Demokratie leben »ist die Zielrichtung der Satire der Wähler und nicht diese paar Nasen da oben.« (Vicco von Bülow)

Montag, 22. August 2011

Digitale Homöopathie

Im Rahmen einer Diskussion auf Google+ fühlte ich mich genötigt, spontan die folgende digitale Fortführung eines überkommenen Princip (sic!) des alten Dr. Hahnemann zu entwickeln:

REKLAME

Ich biete homöopathische Antivirensoftware:

Man nehme ein Computervirenbinary, mische ihn mit der hundertfachen Menge Bytes aus /dev/random (oder /dev/zero, je nach Schule), mische gut durch, entnehme randomisiert 64 Bit, mische sie mit 800 Bytes aus /dev/random und wiederhole das ganze 256 Mal. Das Ergebnis (C256) schiebe man nach /dev/null.

Fertig.

Nur bei mir mit Zertifikat.

Das beschriebene Grundrezept kann so funktionieren, allerdings sind einige Verfeinerungen möglich.

Hahnemanns Grundidee bestand ja darin, zur Behandlung einer bestimmten Krankheit Substanzen zu finden, die bei einem Gesunden diejenigen Symptome hervorrufen, die der Kranke zeigt. Verdünnt man diese Substanz nun sehr stark und verabreicht sie dem Kranken, so gesundet dieser (similia similibus). Logisch, die Krankheit erschrickt sich und haut ab.

Was bedeutet dies nun für die digitale Homöopathie?
Nun, wenn ein Computer von einem Virus befallen ist, zeigt er bestimmte Symptome, beispielsweise werden plötzlich Dateien auf der Festplatte gelöscht. Also suchen wir nun ein Programm, das ähnliche Symptome hervorruft, auf unixoiden Systemen z.B. »rm -rf /«.
Nun müssen wir verdünnen. Bei Hahnemann ist das ein mechanischer Vorgang, d.h. die molekularen Grundbestandteile der Substanz werden mit einem Verdünnungsmittel vermengt, wobei bestimmte magische Rituale einzuhalten sind, die sich gegebenenfalls je nach homöopathischer Schule unterscheiden.

Die Grundbestandteile eines Computerprogramms sind Bits. Also entnehmen wir einen Tropfen (d.h. 64 Bit) aus unserem rm-Binary und vermengen sie mit der neunundneunzigfachen Menge (6336 Bit = 792 Byte) eines Lösungsmittels, das aus einer neutralen Quelle (z.B. /dev/zero oder /dev/random) gewonnen wird. Hierzu reicht es nicht aus, die 64 Bit zu verdünnen, vielmehr muß eine Potenzierung der Wirkung stattfinden, indem die vorliegenden 6400 Bit mittels eines speziellen mir bekannten Shuffle-Algorithmus verschüttelt werden. Ergebnis dieses Vorgangs ist die Lösung C1. Allerdings ist diese bei weitem noch nicht hinreichend verdünnt und daher noch viel zu schwach.
Wir entnehmen nun also aus C1 wiederum einen Tropfen (64 Bit), potenzieren abermals mit 6336 Bit Lösungsmittel und erhalten C2.

Rekursive Anwendung führt schließlich zu den wirksamen Potenzen C128, C256 und C512. Die Nutzung von C1024 sollte Großrechenanlagen vorbehalten bleiben.

  • Nutzt man wie in obiger Reklame einen Virus als Basis (Desensibilisierung), so wird 1:100 gemischt, bei similia similibus hingegen 1:99.
  • Die Algorithmen zur Selektion der 64 Bit (des Tropfens) sowie zur Potenzierung sind rechnerspezifisch zu wählen.
  • Die Wahl des Lösungsmittels hingegen erfolgt abhängig von Mondphase und Virenart unter Hinzuziehung des diskordianischen Kalenders.
  • Die erforderliche Potenz ist abhängig von Bildschirmdiagonale, Core-Anzahl, Taktfrequenz und Netzwerkanschluß, nicht jedoch von Speichergröße und Auflösung.
  • Soll ich das wirklich programmieren? Eine Webseite aufsetzen? ...?

Zur klassischen Homöopathie siehe
Allerdings sollte man auch nicht vergessen, zu welcher Zeit Hahnemann sein Princip entwickelt hat, und was der damalige Stand der medizinischen Wissenschaften war.
Ein großer Verdienst von Hahnemann war neben dem aus heutiger Sicht unzureichenden Versuch, der Empirie einen größeren Stellenweit einzuräumen vor allem sein Widerstand gegen den Einsatz von Aderlaß, Abführmitteln und Trinkverbot. Dies sowie seine Empfehlung einer antiseptischen Therapie erhöhte während der damaligen Choleraepidemie die Überlebenschancen der Kranken nicht unwesentlich.

Sonntag, 21. August 2011

Frühwerke II

Tusche auf Papier, 3 Jahre
Ich bin immer noch bei meinen Eltern, habe also auch heute kein Graphiktablett zur Verfügung. Daher also weitere Frühwerke.




Clown, ca. 5 Jahre


Baum in Schneelandschaft, ca. 3. Klasse






Samstag, 20. August 2011

Frühwerke

Nachdem ich zur Zeit bei meinen Eltern bin, habe ich gerade kein Graphiktablett zur Verfügung. Dafür habe ich Bilder aus Schulzeiten gefunden. Hier also ein paar Frühwerke.
Sonnenblume, 3. Klasse

Elefant, Vorlage für Linoldruck, 6. Klasse

Elefant, Linoldruck, 6. Klasse

Krokodil, Linoldruck, 7. Klasse

Mittwoch, 17. August 2011

Onkel sein

Ich muß endlich mal wieder Zeit finden, auch etwas zu schreiben. Heute gibt es wieder nur ein Bild, diesmal von meinem Neffen.
(Ich würde wahrscheinlich kein Photo veröffentlichen, aber ich denke die Zeichnung ist hinreichend weit entfernt).

Donnerstag, 11. August 2011

Sunset

Henry meint Elche eignen sich hervorragend als Modell. Er wäre gerne Hauptfigur in einem Superheldencomic.
Natürlich in einem modernen Superheldencomic, wo er gegen den Überwachungsstaat, Umweltverschmutzung und die Supernanny kämpft. Und am Ende geht es wie beim großen Vorbild in den Sonnenuntergang, aber nicht allein.
Superhenry hat WLAN und rettet (nicht nur) die (virtuelle) Welt.

Mittwoch, 10. August 2011

Viele viele Henrys

Heute aus Zeitgründen nur ein paar Skizzen. Ich übe daran aus Henry eine Comicfigur zu machen.

Dienstag, 9. August 2011

I want to write better

Trying to have a blog post every day during the time Sanne is away is hard work. I try but I am not sure how long I will keep this up.

Groovy Henry
At least I have an additional motivation to write down thoughts and feelings, and I may improve my writing skills. I want to improve my writing style. I tend to write long, nested sentences when presenting some detailed argument. I see other blogs from professional writers which are much cleaner, much more on the point, and I try hard to get there.

I am able to write scientific papers, my students say they like the way i explain things and give talks, so I have some skills, but during writing a blog entry I feel that I write in a to complicated style. This does not mean that i want to simplify things but that I want to describe things in a simple and precise way.

And I also should improve my English.
But the findings above also hold for my German posts, in German the sentences get even longer.

Montag, 8. August 2011

I like realnames

Today is name sovereignty day on Google+.
Google+ demands users to use their real name for their profile (and it is not totally clear what a real name is for Google, as some users are blocked, others are allowed to have a pseudonym and so on).

Google+ is not the first platform to request this. Usenet is one of the oldest network based communication platforms, and the German speaking part (de.*) had (and somehow still has) a real name policy. It is/was considered polite to give your real name. Users were requested to use a proper name for their postings and some readers automatically filtered postings which did not have a proper author name. And it somehow helped.
Nils Bär

For some discussion and legal background see Realname Diskussion (de).

Only reading postings where the author name consisted of at least two words and filtering single word names or names containing digits increased the quality of the postings. The reader is certainly not able to find out whether the name given is equal to the one written on the author's ID card, but this simple heuristics helped.

Facebook and Google+ require their users to use their real names. And it may also help. But I am not sure about this.

On the other hand there are a lot of people who have various serious reasons for not giving their real name (see e.g. http://my.nameis.me/, you will find a lot of other resources in the discussions on Google+).

Several people argue: this is G+F, not the Internet. There are enough places on the net where you can speak freely without giving your name, so if you need to hide you can. Just do not join G+F, this is company land where Google and Facebook set the rules.

On a first view they are right. G+F is not the Internet. It is like some private shopping mall. The owner may allow you to enter or throw you out.
And exactly this is the point: private shopping malls are destroying public space. You do not have the right to have some political demonstration or protest march in a private shopping mall, hand out fliers, ...
You can do this on public ground, but this will not help if no one is there because everyone is in the private shopping malls. Privatization of public space is silent removal of rights.
Kleiner Bär

The Internet is some kind of public space. And social networks like G+F are part of it. They are a part, for a number of people an important part of their social life. So it is important that people who need anonymity have access to these areas, that they are not thrown out of the shopping mall.

The new Arabic revolutions are called »Facebook« revolutions (Twitter had an important part too), not Internet revolutions. These networks provide the connections, structures and tools necessary for most users to drive such kind of protest.

G+F is where the people are, so it is where the protest has to be, where free speech has to be possible without fear (of stalkers, the family, the boss, oppressive regimes, ...).

Using a pseudonym does not guarantee total anonymity, but it can help in several situations.

I am not too happy that these social networks (G+F and others) represent so much of the virtual social life of so many people. I am not happy that a small number of companies could step into the system at any time. I would prefer a much more robust, distributed, Internet-based architecture (yes, I know about Diaspora and others). But at least these large and important networks should not be allowed to say: »see, this is company ground you are standing on, we make the rules and you have nothing to say.« They are just too big and influential to do so. They are occupying too much of the social space (or at least will do so in the future if they continue growing).
Henry Fitzgerald
Leopold Sophie
Moose

Currently for most users the »Internet« is equal to WWW and email. There is more, but it is not recognized. For some users the Internet is the thing behind the Google search box. I have seen a lot of users who did not know they could write a URL into the address field, they type it into Google. And I got complaints because some of the URLs were not accessible this way. Most users know that there is something outside Facebook, outside social networks. Google will integrate a lot of services into Google+, from youtube to Google search. There will be something outside of G+F, but which parts of this free land will be visible to most of the users in the future (besides Amazon and porn)?

You are not forced to join G+F, you can stay outside (and I stay outside Facebook for several reasons). But this also excludes you from an area where social interactions happen, where social life is created and defined. Staying outside excludes you from an area which should be public space.

[UPDATE:  see also drei elefanten (de)]

I like real names, so be polite and use yours if you feel ok with doing so. You may just filter or block users who use some silly nickname. The reader should filter, not the company, not the system.

But I feel that it is important to allow people in who do not feel good with or cannot use their real name. And as Google+ currently is beta and at least theoretically policies could be changed, I want to support those who feel the need to do so.



Henry says he has WLAN. He is neither on Facebook nor on Google+ until now. There are only few elks in virtual social networks.

Sonntag, 7. August 2011

kleiner Bär, Henry und Nilsbär
Wir vermissen Sanne immer noch.

Ach ja, am Freitag hatte ich eine Kanadierin zu Gast, die in Berlin studiert, und heute zwei italienische Couchsurferinnen, die morgen auf dem Mainradweg Richtung Schweinfurt radeln wollen.
Die Stadtführungen werden langsam Routine, die Gespräche mit neuen Menschen sind immer wieder interessant. Aber alles kein Ersatz für Sanne :-)

Henry meint, er hat WLAN.

Samstag, 6. August 2011

Grüße von Bären und Elchen

Nilsbär, kleiner Bär und Henry
Sanne ist nun schon über fünf Tage weg. Wir vermissen Dich und wünschen viel Spaß!

Freitag, 5. August 2011

Computers and me: first contact (some observations)

I am currently starting to use Google+. And this will influence my view on certain things (see last post, unfortunately only in German). As I did not really use Facebook, StudiVZ, MySpace, Twitter, etc. before I hope to learn how views change by introspection: writing down some inventory of opinions and feelings now and looking back to this after some months of Google+ usage.

Henry
It will take a number of blog posts to do so as I want to look back to my personal early computer history, so the first posts will not be close to the topic of social networks.

In this post I give some background about my history regarding computers and the internet, starting back in the eightees. So this post will not have anything to do with modern digital social networks but only some computing memories from former days.

First computers at school

We had some Siemens boxes (PC-16/10 and PC-16/11) at school running Concurrent CP/M-86, and there we created our very first network: For some reason the computers had differently formatted floppies (I do not remember why) and it was difficult to transfer data from one kind to the other. Therefore one of us connected two pins of the printer ports by cable and we wrote our first transfer programs (one side in BASIC, the other side in Pascal, as we could not transfer the transfer program itself and did not want to type the same program a second time).

Concurrent CP/M-86 allowed to switch between four different consoles on one computer (like Ctrl+Alt+F1 to Ctrl+Alt+F4 on a Linux box), i.e. to run four sessions in parallel where each session could have one running program. I think we never used this for something useful.

But we started writing our own games. The boxes had a text mode graphic card, 80x25 cells holding one byte (ASCII character) each. Writing directly to this memory changed the character displayed at this position. The interesting part was that you also had access to the character bitmap memory holding the graphical representation of each character.  Changing this representation immediately had effect on the display, all occurrences of the character on screen were directly effected. You could do nifty things with this. This gave the first pacman and other »graphical« games.

I spent a lot of time in the computer room these days.

And we were really lucky to have one of the first teachers who had real informatics (computer science) lessons at university and knew what she had to teach us. She was a women and we all really loved her.

...and at home

The father of a good friend worked as a programmer at Nixdorf and my friend got a C64 as a gift. We played lots of games on this box and even started some programming. My parents noticed how interested I was and decided to make me a big gift: my first computer. It was a Schneider Joyce (the German brand name for the Amstrad PCW 8256) with 3" (sic!) disk drive and printer with two operating systems: the integrated text processing environment LocoScript and CP/M+ with Mallard Basic and DR-Logo. Later I also got Turbo Pascal.

It was not really compatible to the Schneider CPC (Amstrad CPC) series my schoolmates had at home. They used the same disks and could boot CP/M2.2 but most of the CPC programs, especially the games, were not working (besides some great Infocom text adventures running on CP/M). My father thought it would be a good idea to give me a computer where no games are available for. He was right in one point: I quickly learned how to write my own games. On the other hand I did not have anyone to discuss specific problems, was somehow on my own.

Z80 assembler

The Z80 processor is able to address 64kB (sic!) of memory and the PCW8256 had 256kB of memory. To access the whole memory range bankswitching was used (at this time there was no virtual memory etc.). The 64kB were organized in four slices of 16kB each. The uppermost segment held parts of the CP/M (3kB of it). So a program had 61kB of memory available, the rest was usually used as a large ramdisk. At this time the video memory of home computers often was part of the main memory and you could write on the screen by simply writing to memory. This was not possible with the Joyce, normally the video ram was not switched in.

Nearly any assembler tutorial I got hands on in these days started with some small example program writing some bytes to video memory. If some pattern appeared at the screen you knew you did everything right. Not for me, there was no video memory to write to. It took me a long time to find out that there are OS routines which I can call to display something on the screen, and how to call them (I did not have access to many documents in these pre-internet times), and even longer (including lots of reboots) to learn how to switch chunks of memory in and out without switching the running program away.

The Rodnay Zaks »Programmierung des Z80« book (in German, published by Sybex; original title »Programming the Z80«) is one of the few computer related books I still have on the bookshelf from these times.

Henry says he has WLAN. He is way too young for all this old stuff.

Donnerstag, 4. August 2011

Digital Divide

Und schon wieder ist es viel zu spät geworden. Henry drängelt, wir sollen endlich unseren täglichen Blog schreiben.
Ich habe zwar einige Ideen, die ich weiter ausarbeiten sollte, war heute Abend aber zu faul dazu. Daher hier nur einige hingeworfene Ideen zum Digital Divide, die ich heute mit Dominik diskutiert habe, gewissermaßen als Erinnerungsnotizen für mich selbst.

Henry
Grundfrage war, ob es so etwas wie eine digitale Spaltung der Gesellschaft gibt. Eine Quelle [Dominik fragen] verneint dies, da wir uns nicht mehr in der Phase der early Adopters befinden. Meine These hingegen lautet, daß ein Digital Divide vorliegt, sobald relevante Bevölkerungsgruppen in digitalen Kontexten nicht präsent sind, die für einen anderen Teil einen relevanten Aspekt ihres sozialen Umfeldes und/oder ihrer Weltwahrnehmung darstellen.

Weniger hochgestochen ausgedrückt:
  • Ob ich Zugriff auf so etwas wie Google Maps oder ähnliches habe oder nicht schafft noch keinen Digital Divide, solange Maps nur ein Werkzeug ist um beispielsweise eine Route einfacher zu Planen als per Papierkarte. Hier ist der Zugriff auf digitale Medien nur die Nutzung eines effizienteren Werkzeugs.
  • Bin ich hingegen Teil eines sozialen Netzwerks hat dies direkte Auswirkungen auf mein soziales Umfeld. Ist fast die ganze Schulklasse bei SchülerVZ (das ja angeblich gerade stirbt), so schafft dies einen ziemlichen Gruppendruck ebenfalls beizutreten, da sonst bestimmte Informationen bei mir nicht ankommen, ich verpasse eine Partyeinladung und bekomme auch (ggf relevante) Teile der Gerüchteküche, der sozialen Kommunikation nicht mit.
  • Soziale Netze führen zudem zu sozialer Filterung wie auch»passendem« Angebot von Informationen (social filter bubble).
  • Ebenso ist der Zugriff auf nur über das Netz erreichbare Informationsquellen (Blogs, Wikis etc.) relevant, vor allem, wenn hierüber Mindermeinungen nicht nur theoretisch zugänglich sind sondern auch praktisch rezipiert werden, die über die klassischen Medien nicht erreicht werden, wenn die Netznutzung also für relevante Teile der Bevölkerung zu veränderter Weltwahrnehmung führt.
  • Und schließlich führt die Teilhabe am Netz auch zu einem Verständnis des Netzes an sich, einem Gespür für dieses Medium. Dies wiederum kann zu veränderter Wahrnehmung, vor allem aber Bewertung des realen Umfeldes etc führen. Hierbei ist die Art und Intensität der Nutzung entscheidend, ein klassischer Konsument großer kommerzieller Internetportale unterscheidet sich eventuell kaum von einem reinen Fernsehkonsumenten.
  • Das Internet hat als Medium inherente Eigenschaften (Aufhebung der Spaltung von Produzenten und Konsumenten, Geschwindigkeit, kurze Wege, Verlinkung, Informationsüberschuß, ...), die sich dann auf meinen sozialen Raum auswirken, wenn ich und mein Umfeld dieses Medium für relevante Teile sozialer Kommunikation und/oder Informationsbeschaffung einsetzen. Dies findet in Form konkreter Ausprägungen wie der Nutzung sozialer Netzwerke statt. Ein Digital Divide hängt nicht daran, ob jemand einen Internetanschluß besitzt oder nicht, sondern ob er an relevanten Substrukturen Teil hat oder nicht.
  • Henry meint er hat WLAN.

    Mittwoch, 3. August 2011

    Qualität und Spiele

    Henry
    »Die Qualität der Inhalte im Internet kann nur durch eine stärkere Einbeziehung von Rentieren und Elchen nachhaltig gesteigert werden.« Henry hat heute zu viel Politik abbekommen und beschlossen, daß er heute der Experte sein wolle.
    Mir soll das Recht sein.

    Von Sanne haben wir seit ihrem Blogeintrag vom gestern Mittag nichts mehr gehört. Ich hoffe sie kommt gut voran, trifft spannende Menschen.

    Es ist spät geworden, ein interessanter Text wird das heute nicht mehr. Muß vielleicht auch nicht sein.
     Immerhin hatte ich heute schon was größeres auf G+: Sascha Lobo, der argumentiert, ein beschränkter Horizont sei #iminternetgeboren. Im nachhinein wäre das sowieso besser als Kommentar zu seinem Posting zum Thema aufgehoben gewesen (das gab es jedoch noch nicht, als ich zu schreiben anfing).

    Für die Chronik: heute Abend mit den Geographen Doom (Brettspiel) und Finstere Flure gespielt, an Gewinnen war nicht zu denken.
    Henry meint er hat WLAN.

    Dienstag, 2. August 2011

    Henry hat WLAN

    Henry mit WLAN
    Sanne ist auf Tour, das heißt ich bin allein zu Hause.
    Eigentlich sollte ich also einiges erledigt bekommen, aber irgendwie bedeutet Zeit zu haben nicht, daß die Arbeit leicht von der Hand geht.

    Henry sagt er kann mir helfen, er hat WLAN.
    Henry ist ein kleiner Elch mit einer Rentier-Seitenlinie, die bis zu Rudolph zurückreicht.
    »Solange  Sanne weg ist, muß ja jemand auf dich aufpassen.«
    Als Experte für digitale Kommunikation unterstützt Henry mich beim Kennenlernen von Google+.
    Bislang hatte ich mich von sogenannten »sozialen Netzwerken« aus diversen Gründen ferngehalten. Aufgrund meiner Wiki-Forschung hält mich eine Reihe von Leuten für einen Web2.0-Experten (und heutzutage gehört anscheinend nicht mehr viel dazu, Experte zu sein), daher habe ich durchaus in einige Netze reingeschaut, jedoch ohne sie aktiv zu nutzen.
    Ein Grund dafür war und ist sicher Datenschutz und Umgang mit den Rechten an meinen Daten, aber da ist Google+ wahrscheinlich nicht unbedingt viel besser (auch wenn es sich auf den ersten Blick so anfühlt).
    Google+ fühlt sich einfach besser an, das ist mehr das, was ich will, wie ich das Netz nutze.
    Mein Internet, das ist Email, Usenet, SSH, handgeklöppeltes HTML/CSS, IRC. Ich wünsche mir ein modernes Netz, das sich wieder so anfühlt wie vor dem Eternal September, ein Netz der Menschen statt des Kommerz.
    Ich will nicht in einem »Netz im Netz« sein, in dem ich Tausende von Facebook-Freunden habe, in das ich hineingetrieben werde, weil ich sonst die nächste Partyeinladung nicht mitbekomme, usw.
    Henry meint auf Facebook sind zu wenig Elche.
    Das Netz ändert sich gerade mal wieder ganz massiv und ich will ein offenes Internet haben und kein AOL2.0 das Facebook oder Google+ heißt.
    Henry meint er hat WLAN.